Alexander Nikolasen „Feuerwehrmann des Jahres“
FFW Furth im Wald hielt besinnlichen Jahresrückblick – Ehrung für Gerhard Würz
Furth im Wald. An die hundert Personen konnte am Dienstagabend die Stadtwehr in ihrer Feuerwache an der Von-Müller-Straße zu ihrer Weihnachtsfeier begrüßen. Vorsitzender und Kommandant Christian Scheuer hielt einen kleinen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und schaute aber auch nach vorne.
Neben den Vereinsmitgliedern begrüßte Scheuer auch den neuen Bürgermeister Sandro Bauer, der mit dem Besuch der Weihnachtsfeier der Further Wehr seinen ersten Termin wahrnehmen konnte.
Christian Scheuer begrüßte neben Bürgermeister Sandro Bauer, seine Stellvertreter Michael Mühlbauer und Franz Former sowie die Stadträte Uli Dimpfl, Ludwig Kreitl, Hansjürgen Bernhardt und Josef Schuh als politische Vertretung. Von der Stadtverwaltung waren Toni Lauerer als Amtschef und Marcus Hanff von den Stadtwerken anwesend. KBR Johann Weber, KBM Sebastian Scheuer gaben sich ebenfalls die Ehre der Einladung zu folgen. Von den Vereinsehrenmitgliedern waren mit Erwin Hornig und Heinz Scheuer als Ehrenkommandanten Ludwig Schmidberger, Josef Kellner und Max Hartl der Einladung gefolgt.
Die PI Furth im Wald war mit Leiter Manfred Brückl vertreten. Die Notfallseelsorge – als ehemalige „Teileinheit“ der Stadtwehr – vertraten Geschäftsführerin Martina Dimpfl, Imelda Weber und Thomas Meindl. Von der Partnerwehr aus Domazlice nahm ebenfalls eine Abordnung teil. Die beiden Bezirkskaminkehrermeister Hans Jungwirth und Armin Görlich nahmen auch an der Feier teil.
Ebenfalls begrüßen konnte Vorsitzender Scheuer den ehemaligen Stadtkämmerer Erich Fleischmann und Schirmherr Hans Korherr. Und nicht zuletzt die Partnerinnen der aktiven Mannschaft.
Der besinnliche Teil der Feier umfassten Geschichten von Erich Fleischmann und Toni Lauerer. Während ersterer mit zum Teil sehr nachdenklichen Geschichten eine Rückbesinnung auf alte Werte vorlas, war letzterer mit Geschichten zum Schmunzeln und Lachen an der Reihe. Ebenfalls mit Bezug zu Weihnachten und Advent.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Aktiven Matthias Hofmann mit Keyboard weihnachtliche Weisen zum Besten gab.
In seiner Eigenschaft als Vorsitzender und Kommandant ließ Christian Scheuer mit einer gemischten Bilderpräsentation das abgelaufene Vereinsjahr und Einsatzjahr Revue passieren. An die 250 Einsätze werden es schon werden, dieses Jahr, meinte Scheuer zu Beginn der Bilderreihe.
Man war wieder stark gesellschaftlich unterwegs, aber auch die Bilder von den Einsätzen gaben Eindrücke des zurückliegenden Jahres wieder. Schwerpunkte in diesem Jahr waren die 25-Jahr-Feier mit den österreichischen Feuerwehren der Gemeinde Furth bei Göttweig sowie eine Fahrzeugweihe und Festivitäten bei den Domazlicern Kameraden. Die Feierlichkeiten in Österreich nahm gleich wahr, um eine mehrtägigen Ausflug zu unternehmen und Christian Scheuer als Weinpate in die Wachau zu entsenden.
Der Ball der Rodinger Feuerwehr war ebenfalls gut besucht. Den Gedenktag des Hl. Florian feierte man beiderseits der Grenze. Im November gratulierte man Reinhold Ertl zum 75. Geburtstag und im Januar Sebastian Scheuer zum 50. Bei der Jahreshauptversammlung im März gab es eine Reihe von Ehrungen. Hans Gruber wurde im Mai auf Inspektionsebene geehrt.
Die Zusage für den Zuschuss für das neue Löschfahrzeug konnte im April entgegengenommen werden. Das traditionelle Hallenfest mit Kesselfleischessen fand im Mai statt. Der Vereinsflug führte heuer nach Budweis. Im Juni war man zur Bergmesse an der Roberthütte zugegen. Im August jährte sich zum 20. Mal die Hochwasserkatastrophe von Neukirchen b. Hl. Bl. Bei der Further Ferienfreizeit bot man wieder einen Tag der Offenen Tür in der Feuerwache an.
Mit Hans Mückl und Max Fleischmann verstarben 2011 zwei Mitglieder der Stadtwehr.
Einsatztechnisch verlief das Jahr an sich ruhig, aber trotzdem waren mit dem kürzlich stattgefundenen Wohnhausbrand im Meisenweg mit einem Toten und dem Brand des Hotels in der Mooshütte unterhalb des Arbers im März wieder Einsatzschwerpunkte im Brandbereich zu verzeichnen.
Mehrere Sägespänebunker- und Wohnhaus-Brände in der Umgebung sowie in der Stadt beschäftigten die Männer und Frauen der Stadtwehr. Gefahrgut-Einsätze ( z. B. Molkerei Cham) waren ebenfalls zu absolvieren. Verkehrsunfälle mit Stichwort „Person eingeklemmt“ waren auch an der Tagesordnung.
Schwerpunkt in 2011 in Sachen Zusammenarbeit war die DLRG Furth. In mehreren Übungen barg man beispielsweise ein Auto aus dem Drachensee. Beim Bootsführer-Lehrgang arbeitete man Hand in Hand und erreichte ein tolles Ergebnis bei der Prüfung in Kapfelberg. Das erlernte Handwerk konnte gleich bei einem Bootsunfall im Juli anwenden.
Im Dezember konnte man den langersehnten neuen Prüfstand in der Atemschutz-Werkstatt in Betrieb nehmen.
Danach stand eine Ehrung innerhalb der aktiven Mannschaft an. Alxander Nikolasen wurde zum „Feuerwehrmann des Jahres“ ernannt. In unzähligen Stunden seiner Freizeit hielt er den Fuhpark und hier schwerpunktmäßig das Boot in Schuss und auf dem technischen Stand. Die beiden Kommandanten Christian Scheuer und Franz Stoiber gratulierten Alexander Nikolasen zu seiner Ehrung im Namen der Mannschaft. Viel Applaus der anwesenden Gäste war die Folge.
Nach dieser Ehrung war dann der Hauptakteur Christian Scheuer selber an der Reihe (siehe Extra-Bericht).
Eine weitere Ehrung nahm dann KBR Johann Weber zusammen mit Bürgermeister Sandro Bauer vor.
Siehe auch Extra-Bericht auf unseren Seiten.
Den Reigen der Grußworte eröffnete Bürgermeister Sandro Bauer. Es sei ihm eine Freude, so das neue Stadtoberhaupt, seinen ersten Termin bei der Further Stadtwehr wahrnehmen zu dürfen. Weiterhin bemerkte Bauer, dass er vor einem Jahr hier „noch als Stadtrat“ dabei war und jetzt als Chef der Stadt reden dürfe. Er zähle auf die Feuerwehr, wie auch „in den vergangenen fast 150 Jahren“. Es sei ein Zeichen an die Bürger mit der Anwesenheit des Stadtrats und des Bürgermeisters, wenn diese bei der Feuerwehr seien. Mit diesem Besuch werde die Arbeit der Feuerwehr geschätzt. Die Wehr habe wieder ihren Leistungsbeweis erbracht, so Bauer. Das sei vorbildhaft und verdiene Respekt.
Er dankte den Einsatzkräften für ihr Engagement und wünschte ihnen gesundes Nachhausekommen von den Einsätzen. Zum Thema „neue Feuerwache“ sagte Bauer, diese sei unausweichlich, aber solle jetzt nichts „übers Knie brechen“. Sorgfältige Planung sei hier angebracht, notwendige Anstöße sind bereits erfolgt und auf den Weg gebracht. Sandro Bauer freute sich, dass eine seiner erste Amtshandlungen die Unterschrift unter ein Zahlungsanweisung von insgesamt 1500 Euro an die Stadtwehr war.
Mit Handschlag bekräftigten Scheuer und Bauer anschließend die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Stadt. „Wir sitzen ja alle in einem Boot“, sagte Scheuer dazu.
KBR Johann Weber dankte den Einsatzkräften einmal mehr in seinem Grußwort für ihr Engagement vor allem in den Landkreis hinein mit Atemschutz-Werkstatt, Gerätewagen-Atemschutz und vieles mehr.
Das sei nicht oft zu erwähnen, so Weber weiter. Wir wissen, was wir an der Further Feuerwehr haben, meinte Weber und überbrachte die Glückwünsche der 190 FFWen im Landkreis.
Zwei Personen nannte KBR explizit in seinem Grußwort. Christian Scheuer und Sandro Bauer. Zu Scheuer gerichtet, sagte Weber, dass der Landkreis einen „tollen Feuerwehr-Kameraden“ habe und sich jeder auf ihn verlassen könne. Der kleine Dienstweg übers Handy sei hierbei genannt, so Weber. Herzlichen Dank richtete er aber auch an Scheuers Ehegattin Ingrid aus. Diese unterstütze ihren Mann vorbehaltlos. Auch die Eltern können stolz auf Christian Scheuers Leistung sein.
Den zweiten im Bunde, Sandro Bauer, betrachtete der KBR mit „einem weinenden und einem lachenden Auge“. Weinend deshalb, weil mit Sandro Bauer die Firma von Johann Weber verlassen habe und damit ein fähigen und innovativen Kollegen verliere. Lachend zum anderen, weil Sandro Bauer künftig als Chef der Stadt Furth im Wald vorstehe, und dort seine Fähigkeiten, insbesondere die Teamfähigkeit, sehr gut anwenden könne. Er wünschte Sandro Bauer nochmals alles Gute und viel Erfolg in seinem neuen Beruf.
KBR Weber wünschte allen friedvolles Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2012.
Polizei-Chef Manfred Brückl überbrachte in seinem Grußwort die Wünsche und den Dank seiner Polizeibeamten der Further Dienststelle. Auch er sprach den „kurzen Dienstweg“ zur Feuerwehr an. Ein Anruf genüge, und die Stadtwehr stehe bereit, um beispielsweise der Polizei bei Absperrungen unter die Arme zu greifen. Es ist einfache eine tolle Zusammenarbeit mit der Further Wehr, meinte Brückl. Auch er wünschte den Einsatzkräften gesunde Heimkehr von den Einsätzen.
Kommandant und Vorsitzender Christian Scheuer blieb es am Ende vorbehalten Dank an verschiedene Adressen auszusprechen. An die Stadt Furth mit politischer und verwaltungsmäßiger Führung, an den Landkreis mit der Feuerwehrführung, an die Polizei, an die Notfallseelsorge, an das Bayerische Rote Kreuz richtete Scheuer seinen herzlichen Dank.
Aber auch den Vorbereitern des Abends dankte er in Person von Bernhard Kraus. Das Team um Kraus bereitete in bewährter Form den Abend vor. Matthias Hofmann bekam ein Extra-Lob.
Mit einem Wunsch für ein friedvolles und ruhiges Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr an alle vor allem an die Vereinsmitglieder mit ihren Angehörigen selber beendete Scheuer den offiziellen Teil und eröffnete das Büffet der Metzgerei Greinke.
Die Bilder (eigene) zeigen die gesellige Runde in der Further Feuerwache, die Ehrung von Alexander Nikolasen zum "Feuerwehrmann des Jahres", Toni Lauerer und den Musikanten Matthias Hofmann.
Das Schmücken des Christbaums erfolgte am Samstag, 17.12.2011 (siehe Bilder).