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THL: Personen im Schacht, Tannenweg, OT Lamberg/Atzlern, Mkt. Neukirchen/Hl. Bl.

Datum: 
21.10.2017 - 15:30

Am Samstagnachmittag alarmiert die ILS Regensburg nach Notrufeingang und entsprechendem Meldebild um 15:30 Uhr die FFen Atzlern, Neukirchen/Hl. Bl., Eschlkam und Furth im Wald zunächst mit Stichwort "THL WASSER" in den Tannenweg am Lamberg, Mkt. Neukirchen/Hl. Bl.

Von den FFen Eschlkam und Furth im Wald sind die Boote zur Menschenrettung angefordert. Deswegen setzt sich auch der Wasserrettungszug der DLRG u. Wasserwacht im Lkr. Cham zur angegebenen Einsatzstelle in Bewegung. Die Further FF-Kräfte sind in der Ausrückphase, als bereits eine erste Konkretisierung des Einsatzes gemeldet und bestätigt wird. Nach dieser Zwischeninfo sind nunmehr Personen in einem Schacht gefangen und bedürfen einer Rettung durch Einsatzkräfte. Dahingehend wird die DLK und das HLF 1 sowie der KdoW (Zugführer) besetzt, das Boot (und Zugfahrzeug V-Lkw) werden nicht benötigt.

Die ersten eintreffenden Kräfte stellen dann zwei männliche Personen in einem Brunnenschacht fest. Weitere Kräfte werden umgehend nachgefordert: die Bergwachten Lam, Neukirchen und Furth im Wald kommen an die Einsatzstelle. Weiters ist der ITH Christoph Regensburg im Anflug. Mit den Gerätesätzen Absturzsicherung und der engen Zusammenarbeit mit der Bergwacht wird die Rettung der beiden Personen eingeleitet. In der Zwischenzeit wird Sauerstoff in den rund 6 m tiefen und ca. 1 m engen Schacht gegeben, um die Sauerstoffkonzentration sukzessive zu erhöhen.

Ein Behandlungsplatz für die beiden Betroffenen wird durch den zahlreich anwesenden Rettungsdienst eingerichtet. FF-Kräfte unterstützen dabei. Die Einsatzstelle befindet sich im Wald, ca. 100 m nach der Waldrandgrenze.

Die beiden Personen werden dann nach intensiver Zusammenarbeit aller Rettungskräfte aus dem Schacht gerettet. Während die erste Person gerettet werden kann, kommt für die zweite Person leider jede Hilfe zu spät. Sie verstirbt noch an der Einsatzstelle. Die Krisenintervention kommt zum Einsatz.

Die Ermittlungen zur Unfallursache und zu Tode kommen der zweiten Person übernimmt die PI Furth im Wald. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen kann, ob der schwierigen Einsatzstelle und nicht einfachen Bedingungen als sehr gut betrachtet werden. Die Einsatzstelle kann nicht unmittelbar direkt angefahren werden. Wege bergaufwärts von rund 300 m sind die Regel. Mehr Infos zum Einsatz können Sie bei der Polizei in deren Internetangebot (Polizei Oberpfalz) nachlesen.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt den Angehörigen. Es werden keine Bilder veröffentlicht.

Im Einsatz: KdoW, HLF 20/16, DLK 23-12, Wachbereitschaft (disponierte Einsatzmittel: KdoW, Fw-Boot (99/1))

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