Gemeinsame Übung mit der Bergwacht

18. April 2026
Einsatzmannschaft
gemeinsame Übung - Bergwacht - Feuerwehr - Personenrettung - auf Chambtalbrücke

Die frühjährliche Revision des Deschlbergtunnels auf der B 20-Ortsumgehung und die damit verbundene Totalsperrung zwischen den Anschlussstellen FUR-Mitte und FUR-Süd nutzten am Samstag Bergwacht und Further Stadtwehr zu einer gemeinsamen Übung auf der ebenfalls gesperrten Chambtalbrücke.

Angenommen wurde ein absturzgefährdeter Arbeiter, der bei Außenarbeiten an der Brücke in das Sicherungsseil gestürzt ist. Da die Bergwacht für solche Sachen durchaus "besser" gerüstet ist, als die Feuerwehren, lag es sehr nahe, eine gemeinsame Übung dafür anzusetzen. Zudem hat die Bergwacht und die Feuerwehr nicht unbedingt die nächsten Berührungspunkte in Einsatzfällen. Das wird zwar mittlerweile immer etwas "mehr", da Vegetationsbrände in letzter Zeit doch zu nehmen, oder auch Vermisstensuchen, aber in diesem Bereich der akuten Personenrettung ist dann die gemeinsame Erfahrung noch durchaus ausbaubar.

Das dachte sich Kommandant Stoiber mit seinem Führungsteam der Stadtwehr genauso und bereitete in mehreren Vorbereitungsterminen/-absprachen/-besprechungen mit der Bergwachteinsatzleitung um Georg Hofstetter bzw. der Bergwachtbereitschaftsleitung hier in Furth im Wald diese Übung vor. Das Übungsobjekt - die Chambtalbrücke auf der B20-Ortsumgehung - bot sich geradezu ideal an. Kein Verkehr, genügend und ausreichend Zeit für das Szenario, welches auch schon einiges an Vorbereitungszeit unmittelbar vor der Übung in Anspruch nahm.

Die Bevölkerung war ausdrücklich zur Übungsbeobachtung eingeladen. Das sah man - auch angesichts des sehr schönen Wetters am Übungstag - in einer doch sehr großen Anzahl, die sich unterhalb der Brücke am Radlweg entlang der Bahnstrecke einfand. Spontan war auch eine Kinderfeuerwehrgruppe darunter, die an diesem Samstag eigentlich das Rettungszentrum an der Eschlkamer Straße als Ziel hatte. Auch der stv. Polizeichef Josef Weindl hatte sich unter die Zuschauer gemischt.

Die Übung bestand darin, dass sich Bergwachtkräfte zur im Seil hängenden Person abseilen, und diese dann entsprechend sichern, unmittelbar erstversorgen (wurde aus Übungsablaufgründen nicht weiter verfolgt), und dann sicher auf Bodengleiche, also nach unten weg, bringen.

Dieser Ablauf wurde mehrmals durchgespielt, mit veränderter Mannschaft immer wieder. Als Anschlagpunkt diente die Further Drehleiter. Diese wurde über dem "Absturzpunkt" soweit dann als Umlenkpunkt für die Seilführung genutzt.

Ziel war es, jeweils die andere Hilfsorganisation bzw. deren Kräfte und deren Vorgehen und Zusammenarbeiten kennen zu lernen und Abläufe aufeinander abzustimmen. Eine "schnelle" Rettung wurde bewusst nicht durchgeführt, sondern hier "in aller Ruhe" aber dennoch zügig die Abläufe und die notwendigen Handgriffe und auch Knoten und solches immer wieder zu üben. "Wenn Du mal dann selber 'hängst', dann ist was schiefgelaufen"; so die Einsatzkräfte beider Organisationen unisono in einem Fazit später dazu. Das brauchen wir nicht, und wir uns kennen, erleichtert das vieles, so die beiden Einsatzleiter an diesem Tag.

Nach rund zwei Stunden war dann die Übung als Ganzes soweit beendet und bei einer gemeinsamen Brotzeit am Rettungszentrum wurden Gutes und Schlechtes angesprochen. "Das kann gerne wiederholt werden", sagte am Schluss Franz Stoiber.

Unsere Bilder zeigen momentan nur ein kleinen Bildausschnitt, weitere Bilder folgen demnächst.